Ein Haus finanzieren – diese Möglichkeiten gibt es

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Wenn Sie einen Hauskauf planen, sollten Sie sich rechtzeitig überlegen, wie Sie ihn finanzieren, denn dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über vier der wichtigsten Finanzierungsformen, die Ihnen beim Immobilienkauf zur Verfügung stehen. Ihre Entscheidung sollten Sie gut abwägen, denn mit der Wahl einer Immobilienfinanzierung legen Sie sich in der Regel für viele Jahre fest.

Hypothek und Annuitätendarlehen – zwei Klassiker der Immobilienfinanzierung

Ein Hypothekendarlehen zählt zu den in der Praxis am häufigsten anzutreffenden Formen der Baufinanzierung. Bei dieser Darlehensart sichert die Bank sich ein sogenanntes Grundpfandrecht. Das bedeutet, dass sie auf die Immobilie zurückgreifen und diese verwerten kann, falls der Kredit nicht vertragsgemäß zurückgezahlt werden sollte. Zu diesem Zweck wird im Grundbuch eine Grundschuld eingetragen, die auf diese Weise öffentlich sichtbar ist und bis zu ihrer Löschung bestehen bleibt. Eine weitere klassische Form der Baufinanzierung sind Annuitätendarlehen. Bei diesen Darlehen wird eine Rückzahlung in gleichbleibenden monatlichen Raten über die gesamte Kreditlaufzeit hinweg vereinbart, wobei jede Rate einen Tilgungs- sowie einen Zinsanteil enthält. Da sich die verbleibende Restschuld mit jeder Rate verringert, fallen sukzessive immer weniger Zinsen an, und der Tilgungsanteil nimmt von Rate zu Rate zu. Neben Monatsraten sind durchaus auch viertel- beziehungsweise halbjährliche Raten oder Jahresraten üblich.

Wetten auf die Zinsentwicklung: Forward-Darlehen und Darlehen mit variabler Verzinsung

Ein Haus finanzieren - diese Möglichkeiten gibt esSollten Sie mittelfristig mit steigenden Zinsen rechnen, können Sie ein sogenanntes Forward-Darlehen aufnehmen. Damit sichern Sie sich die aktuellen Zinsen für die Zukunft. Deshalb werden Forward-Darlehen beispielsweise häufig eingesetzt, um zu vermeiden, dass bei einer Anschlussfinanzierung ein dann möglicherweise bereits höherer Zinssatz zugrunde gelegt wird. Auch wenn Sie eine Baufinanzierung in absehbarer Zeit, aber noch nicht sofort in Anspruch nehmen wollen, können Sie sich günstige Zinskonditionen mit einem Forward-Darlehen schon einmal vorab „reservieren“. Rechnen Sie damit, dass die Zinsen künftig eher sinken werden, können Sie Ihren Immobilienkauf auch mit einem variabel verzinsten Darlehen finanzieren. Bei einem solchen Darlehen wird der Zinssatz jeweils nur für kurze Zeit, etwa für einige Monate, festgelegt. Anschließend erfolgt eine Anpassung, die sich an der Entwicklung eines bestimmten Referenzzinssatzes, beispielsweise des EURIBOR, orientiert. Ein Vorteil solcher Darlehen ist die vergleichsweise hohe Flexibilität bei der Rückzahlung. Falls Sie das Darlehen vorzeitig tilgen wollen, wird Ihnen von der Bank keine Vorfälligkeitsentschädigung berechnet. Allerdings sollten Sie das Risiko nicht unterschätzen, dass die Zinsen während der Darlehenslaufzeit unerwartet steigen und sich die Finanzierung damit erheblich verteuert.

Vergleichen lohnt sich – bei Baufinanzierungen ganz besonders

Angesichts der verschiedenen Möglichkeiten, einen Immobilienkauf zu finanzieren, sollten Sie vor Abschluss eines Darlehensvertrages in jedem Fall unterschiedliche Alternativen durchrechnen und sich entsprechende Angebote zum Vergleich einholen. Das können Sie auf diversen Internetportalen wie dem von Schwäbisch Hall. Denn wegen der typischerweise langen Laufzeiten von Immobilienkrediten können sich bereits gering erscheinende Unterschiede im Laufe der Zeit zu einer beträchtlichen Mehrbelastung oder Ersparnis summieren.

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